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ich bin das nichts, in all meiner fülle. ich esse stollen

 

unsere frage ist gezähmt, scheine werfen sich in die fluten, treuebonus lässt sich vermuten, kantige kerben in glitzernden scherben. unter dem aufgang hoffen,  im liftschacht das licht verachtet. wurfglück zur sturzoper. eibrüter und zweileiter kauern im scheibenkleister zur eingemeisselten schneise der haarsträubenden, leise säuselnden meise. da rein, durchbruch im kopftuch, wurstgeruch kriecht durchs knopfloch. sonne auf, augen zu, wart’s ab, laut machen, regentropfen, altlasten, schmalzlocken, windhosen und neurosen. wurfgefühl und falltenor. globale sonate und strahlentomate. saugut und landgut.

häufig stehen leise die häuser, schweigend die wände, in andacht gefaltete hände. kind mit dem rücken zur sonne, lässt schatten wachsen, bei abenddämmerung, die kälte reinlassen, den wind fragen, antworten erhaschen, ausatmen, das geräusch der geister. den klang der augen, das gewicht von rauch auf der haut, die härchen sich aufstellen und funken sprühen. sich drehen im schweben, in die baumkrone blickend, den fall eines blattes erlebend. die erden beben, hauch eines universums. das nichts der existenz erlebt. unpersönlicher segen.   

 

 

festbeisser

 

tonabnehmer und tonangeber, farben bekenner, rahmensprenger. verratsänger und in die bresche springer. dingschwinger und witzreisser, festbeisser, hutzieher, mutzusprecher. wutpacker, streichspieler, weichspühler. die beine in die hand nehmer. perlen vor schweine werfer. scheinheiliger, meineidbegeher, wortverdreher. wiesenpachter, dämonenkenner, stehpisser, arschlecker, die katz aus dem sack lasser, verschaukler, vogelabschiesser, ableiter, ausschweifer, bogenmacher, kurvekrieger, blauredner, aussitzer, ausbader, einredner, beinevertreter. nagelkopfmacher, windeiler, augapfelhüter, bärenaufbinder,  fadenverlierer, mutantrinker. nadelfinder, draufbesteher, sich das verbitter, nichts als die wahrheit sager, gotthelfer, bei der mutter schwörer, engelhörer, luftgucker, dampfablasser, streichspieler, hochzeitsfotoschütze, nachwirker. bodenrausschlager. nichtseinkönner. schwarzmaler. grau als gemeinsamer nenner.

 

 

foenix unverkohlt

 

jedes fragezeichen wird ausruf. brennender vogel, flieg mit meiner hoffnung über die falten dieser welt. eingeborene schauen hoch und strecken ihr grinsendes antlitz dem firmament entgegen. die erdensuppe brodelt. die suppe die wir nicht auslöffeln werden. suppenjunge mit pfanne als helm, stellt die kleinen soldaten in ihren sonntagskleidchen zusammen ums lagerfeuer. die zeltstadt erwacht zu neuem leben. auf ein neues den tod zu bringen, der appell wird herausposaunt aus kleinen blechernen instrumenten, die wimpel die einst als flaggen alle stolzen herrenländer unter sich vereinigt sahen, wehen angerötet im morgenwindchen. kleine füsschen trommeln auf den rissen der trockenen erde, durch die kälte der nacht erhärtet, dürsten sie das gerinnsal kommender aufeinandertreffen von positionsbedingten gesetzmässigkeiten unterschiedlicher dichte, form und masse. krieg in all seiner pracht und unter den sternen. das jähzornige kind wird gestreichelt vom sonnenlicht und zerfällt in eine armee. zerlegt in seine einzelteile darf das kind nun seiner vorstellung vom himmel fröhnen. für die kleinen soldaten ist dies erst der anfang. das kind endet und wir sind mitten im gewühl. wir freuen uns und wissen nicht warum. sei’s drum, lange fragen haben kurze beine. und alle rennen durcheinander und jauchzen still aber in den äuglein herrscht reges treiben und funkeln. kleine fünkchen fliegen um uns herum, ausgespeit vom grossen kamin am ende der grossen halle wo wir erwartet werden. in stiller andacht wartet das grosse gewölbe, die halle der einsam verklärten und verkehrt überhoffnungslosen gespinste, unter gestirnen erwölbter erhabenheit.

zeugen sie, zollen sie, sollen sie wollen und müssen sie, keine aufgabe scheuen. kleine aufgaben zu bereuen, grosse verluste zu bekauern, kleine häppchen zu verdauen, müssig den gang zum altar betrauern, kleine hände à 10 finger in der luft zu wirbeln, zu erneuern. vollkommenes beisteuern. salatschüssel als empfangsdame zu überstunden verführen, kleine türen geben sich grosse klinken, kleine kriechen, grosse hinken. warts ab und lass uns die becherchen heben um auf verwandte ideen von tausend schreienden kehlen zu trinken. wimpelchen im wind, flaggen einst, nun klein und tapfer dem tag die richtung weisen. kommissar eisfeld bezieht seinen posten und berichtet erstattung zu oberst hartgesottung von kleinen beinen. wir machen das so und dann entsteht eine lücke, da werfen wir uns rein, zusammen als ein kind, die sonne streichelt uns nach dieser anhöhe und wir werfen uns in die rillen und tausend schreiende mäuler werden nicht falsch liegen, wenn sie inmitten eines kleinen gesichtes den sternen zurufen. flammender vogel flieg noch etwas weiter, erzähl mir still und unberührt vom dagewesenen und vorzufindenden. suppen kochen und brot wird gebrochen, schildchen geputzt und schwertchen geschliffen, witzchen erzählt, zögern verhöhnt, mit der traditionslosigkeit ein für allemal gebrochen. sandalen schnüren sich um knöchel und fersen, kleine waden sich daraus erheben, stramme, tapfere oberschenkel mit gesäss vereint zu magen, bauch, plexus und brustkorb dem hals als thron zur schüssel und behaartem deckel zu helmchen und himmel sich verlieren. vierfach von armen und beinen ganz zu schweigen, zehn fingerchen sich zu fäustchen ballen und an einen wimpelstecken krallen, münder nach oben, schreien bitte, foenix unverkohlt sieht die köpfe ausgehöhlt, ein loch im deckel, es regnet hoch zum firmament und unsere pfützchen kleben am himmel. himmel lass nach, vor dieser stunde träumten kleine soldatenköpfchen von der heimat und der gelobten provinz, die scheune unserer geburt, sie liegt im dunkeln, wenn wir uns vom grossen kind in tausend kleine einheitchen zerstreuen, ist die stunde des tages zu ende und die nacht wird einherziehen, mit langem gewand über die bühne schlendern und wenn sie wie ich zum erstenmal hier sind, meinen sie dies sei der schlussvorhang und werfen ihre rose. diese geschichte steht und fällt nicht mit dem ende, es spielt sich dazwischen ab, schau doch zwischen all den beinchen, wie sie trommeln auf der trockenen erde, das stampfen dieser tapferen, kleinen sohlen der füsschen. das verdammte gewirr, nun schau doch wie herrlich. gott, ich will den rauch in mich hineinziehen und aufsteigen mit dem geruch von suppe am morgen. bald werden wir das kind und wir trampeln übers land und werden herniederprasseln und auf die erde regnen, hagel und donner nochmals. das lager steht kopf und kleine aufregungen wachsen in noch kleineren brustkörbchen und noch kleinere herzchen schlagen zu noch kleineren hälschen hoch. die äuglein funkeln und leuchten und die mäulchen schreien dem himmel zu und wir wissen, es beginnt.

meine kleine gummiprinzessin schlägt mich zum ritter und ich wache auf. nun ist der aufbruch nah. wir tun das selbe wie jeden tag, wir versuchen den tyrannen zu stürzen, sobald wir einen auserkiesen haben. fusszeile und nachwort streiten ums letzte bisschen vom kleinen déjeuner. wir satteln unsere flöhe und und hauen uns eine kerbe in die stirn, wir greifen an wenn das blut aufhört in die augen zu fliessen. blutig und voller vorfreude schreien wir noch einmal den himmelchen entgegen, den kleinen, unbewölkten, wo foenix unverkohlt sein muss. über der schulter vom kind fliegt ein vogel aus feuer. der himmel ist bereits schwarz und tropft dick und zähflüssig. knöchelchen stecken in sandalen und diese stecken im klebrigen niederschlag und der himmel bricht auf und donner kommt heraus und groll und grimm und asche. es senkt sich alles in unser haupt, das blut gerinnt und wir greifen an. wir machen pause und zählen die verluste. dann machen wir feierabend und das lager füllt sich. kleine hinkende beinchen machen wieder dasselbe durcheinander. mit der suppe fahren wir hernieder und lauschen den klängen der beäugten grimassenschneider, die ihr neuestes schauspiel zimmern. die kleinen erinnerungen werden ersetzt. die lumen nehmen ab und die herzchen schwellen an. unwillkürlich schreien tiere in der ferne und die dunkelheit schluckt den tag. holz knackt und glut glüht und der boden wird hart und die sohlen der füsschen brennen befriedigt. knöchelchen werden von sandalen entwickelt und kleine waden entschnürt zum feuer gestreckt. tapfere oberschenkelchen wissen um ihre unverzichtbarkeit und verbundenheit mit dem gesäss das vom magen zum bauch und so weiter bis zum schüsselchen sich vereint, den deckel oben drauf kratzt und die goldenen zähnchen, in flammender helle, glänzen lässt. träumchen süss wie der tod werfen einen jeden von der klippe der wachsamen welt und ziehen uns in die blauschwarze tiefe. ich schlafe tief in den armen von morfeus unverschämt und nähere mich dem weichen sand am grund vom see, den manche auch den ozean nennen in dem der mond versinken und aus dem die sonne sich einst nicht mehr erheben wird. schon steht der tag neben mir und lacht mit voller breitseite. die klasse ist schon wach und lacht mit. auf denn, meine schülerkammeraden, wollen wir heute blaumachen? wir grinsen wie idioten und bauen einen unfall mit unserem fluchtwagen. die wirkliche wachsamkeit kriecht mir in die nase und ich wache auf.

im nächsten traum erzähl ich vom letzten. warum grinsen die immer? mein kehlchen schreit heiser und leise. die innbrunst, fluchend zu leben. das gesicht bleibt liegen und es wird über die klippchen gesprungen. erhabene gedanken im fall. wort ohne sinn, ansteckendes grinsen, schattenhaft zwischen zähnen. lichtfresser ohne scheu, wirft sich in den schlund dieser fratze, damit sie gestopft sei. kurze fragen stolzieren auf langen stelzen durch den sumpf.



wieviel

 

wieviel schreien, tanzen singen, lesen, klagen, stürzen, würzen, kleben, springen, leben, saufen. haken schlagen, kämme tragen, suchtopfer befragen, scheine pachten, schweine schlachten, trauermärsche, bauern-ärsche. gänsefedern in den rachen stecken, vor den abschlusspfrüfungen fürs semester verrecken, mit gift anstossen, schaum schlagen, braun sagen, wolken plagen, hunde verjagen, den letzten bissen herumreichen. leichen verbleichen. sag mir nur wo vorne ist, den rest finde ich selbst heraus. auf einem untergleis in entgegengesetzte richtung scheint die sonne. wohlbehäutetes junges fleisch steckt sich in die schachtel. verschwindet rauchlos und hinterlässt das melodische gewimmer von gehäuteten. wortlos begebe ich mich hinüber.

 

kauf die welt. schaff den held. stecks in eine kiste und schicks ab. sag nicht wofür du mich hältst. deine kinder will ich nicht. behalt sie. geh trinken. schon um diese zeit habe ich mich früher gefragt wofür jetzt und nachher eigentlich sind, wenn vorher ist was sie bald sein werden. werde mit mir glücklich. wisse was unglück ist. ich gebe was ich habe. von dir bin ich frei. akzeptiere die bedingungen. du bist jetzt ganz anders. ich war noch nie. viele von mir gibts nur einmal. viele von uns sind noch nie. ich mehr als nicht. du bist nichts als mehr. was ich nicht mache, wichtiger als was ich mache. wenn du schon einmal heiratest, verlange keine zweisamkeit. je unpersönlich desto versöhnlich.

 

sarkasmus im massengrab, erweiterterte erlösung, schon mal gesehen, schon mal gemacht, schon mal ertragen. schön gemalt, gut geprahlt, wunderbar verschalt, überzeugend gelaicht, entzückend verabreicht. herzklopfen verstreicht, wunden heilen, stunden liegen, gänse fliegen, worte summen, wüsten verstummen. die schlüssel an der wand, den löffel als pfand, strickleiter zum hochstand. bild vom schönen land, frau von schöner hand, mann von gutem stand, fantasie kommt hoch, lust geht übers land, denken macht munter, sieg heil, drüber und drunter, schach matt, verdunkeln, aufstäuben, ratten verscheuchen. türme bauen, socken klauen, dem zaun entlang taumeln, das gesicht liegenlassen, den atem wieder fassen, die ohren zum den platz dazwischen zu messen, die nase zum verlaufen, die backen links und rechts zum eine gescheuert bekommen.
ich nimms ernst, ich mach den durchbruch. durch dieses becken wird er kommen. vor der nachgeburt, ich. zwischendurch, ich. ein stuhl wartet auf einen arsch. ein arsch hinterlässt den stuhl. was auch die röhre befördert, sie steckt fest. ich spare meine pantoffeln für bis nach dem weltuntergang. das töten spricht nicht meine sprache aber das sterben erzählt nur von mir. das letztemal ist für jeden das erstemal. ich hab gewartet mit auf diese welt kommen, bis es hiess: „letzte runde! wer hat noch nicht, wer will noch mal?“ auch ich habe getötet im namen des herrn. mein fleisch ist auch mord. ich esse fleisch und finde es romantisch wenn es blutet. wir stehen uns an nichts nach. wir sind im sack des kosmos. du und ich, wie zwei heeringe im mondenschein. strick oder genick. fahr zur hölle und bring mir was mit. mein krampf, gelobt sei der heilige landstrich. gelobt sei das gelobtsein und das nichtgelobtsein. gelobt seist du mein liebes reh im scheinwerferlicht. gelobt die doppelte vision von dir. gelobt das tiefe loch ohne zweck. gelobt der tiefe brunnen mit zweck. gelobt das bild der dame mit dem hündchen. lobt die leichen zum himmel. lobt das leben zum leichenhaufen. leichen kaufen nichts und trotzdem kann man umsatz machen damit. das ende ist unpersönlich. das enden sehr persönlich. die wende reiner schnickschnack. ein stein erzählt mir seine geschichte. niemals höre ich einen stein sagen es sei ihm alles viel zu persönlich. niemals lausche ich den eskapaden von gefiederten freunden ohne dass eine freudenträne meine wange raufwandert.

sie sind abgestiegen, herzlichen glückwunsch, sie gehören nun zur mehrheit. ich hab meinen mehrheitsschein immer noch nicht gemacht. die mehrheit heiratet vor dem tod, aber während dem sterben. weisse säulen stehen im schwarzen sand. schwarze eulen sehen die weisse wand. sabber und molochen für den pfand. hochwohlgeboren greift meine hand. ich fliege hinterher wie ein fähnlein. fräulein wieselschweif wünscht mir glück. ich sehe das glück traben wie ein euphorisiertes schwarzes pferd, es kommt getrabt, in meine richtung, es geifert, es freut sich, es kann mich kaum erwarten. seine gelben augenbälle funkeln mir die zukunft. seine gelben zähne beissen sich fest im rad der zeit, meine zeit. ein kommen und gehen. ein stehen und gehen. ein sitzen und an die decke schauen. im holz da lebe ich. zwischen mauern, da erhebe ich mich. ohne eifer, da ergebe ich mich. was ich bin, das kenne ich nicht, was ich will, das bin ich nicht, was ich war, das kommt auf den standpunkt an. das kommt wirklich nur auf den standpunkt an. und niemals mein freundchen, mein freund, mein treuer freund, mein geliebter freund, niemals wird die einsicht identisch sein. identität, persönlichkeit und charrakter sind der erweiterung unterlegen. freiheit ist mein diener. mein diener sperrt mich ein. münchhausen by proxy. ich liebe dich. niemals werde ich es sein, der dich verlässt. niemals wirst du verlassen sein. niemals nichts sein als mehr. sie haben die erweiterungsprüfung geschafft. bei ihrem ersten arbeitstag erhalten sie selbstverständlich die kündigung. du machst ein kind. es ist nun hier. solange es hier ist bist du ein teil von ihm. es wird nie ein teil von dir sein. du warst schon fertig. mein freund, mein lieber freund, mein geliebter freund, ich spreche auf zu dir von da wo ich bin und schau empor, mit all meiner kehlengewalt schleudere ich dir worte der zärtlichkeit entgegen, mit all meiner seelengewalt bin ich es, das euphorisierte pferd, als wollten meine gelben augäpfel beim zusammenstoss mir dir verschmelzen. renne freudig auf dich zu und freue mich. du liebe meines lebens, du liebes bisschen. schau in meine hand, schau aus meiner stirn, schau dich schlau. du fuchs du. und links, rechts, eins, zwei, rechts, links, fünf sieben acht. stop. bravo! bravo. bravo.

wollte ich gestern zu schreiben beginnen wäre ich heute überdrüssig davon, wollte ich morgen zu schreiben beginnen, würd ichs heute sein lassen. würden tote bücher kaufen, ich würd welche schreiben. würden tote bücher schreiben, ich würds bleiben lassen. würden sterbende meine bücher loben, ich müsste sagen, das liege nur daran, dass sie sterben. würde ein ungeborenes kind meine bücher lesen, es wär ne sensation. unpersönlich, aber sensationell. wie eine kartoffel mit sprachfehler. einfach entzückend. entzückend bedrückend. verunglückte verrückung. beglückendes pflücken der heiteren hoheit. verstückelndes zucken der sich sich ausweitenden neuzeit. ich bin neu im land meiner träume, ich suche den traumwärter, der traumwärter findet mich, ich präsentiere meinen vorschlag, er unterbreitet mir sein angebot. ich lehne ab mit vorbehalt. über ziegel, dächer, rinnen und zinnen komm ich geflogen. meine schreie erschüttern das vorzufindende.

vor einer stunde war ich noch weiter weg. das heisst nicht, dass ich in einer stunde näher bin. das heisst auch nicht, dass ich eine stunde brauche für diese distanz. ebenso wenig heisst es, dass da wo ich jetzt bin bis zu dort wo ich war, eine stunde überhaupt ausreicht. eigentlich heisst es immer weniger. es heisst so viel bis es nichts mehr heisst. verheissungsvolle aussichten. wo und wann und warum überhaupt, sei dahingestellt. wir stellen uns in den selben dienst, du machst dies und ich mach das und trotzdem machen wir das selbe. es gibt nur einen platz in welchem du raum findest. es gibt nur einen moment wo du zeit hast. es gibt nur einen augenblick wo du was erkennst.
schöne tage der kindheit, schöne plagen der minderheit. meine weisheit beginnt da wo meine dummheit endet. meine leisheit endet wenn ich laut werde. dies ist ein guter tag um eine wunde zu heilen. es gibt kein verweilen. es gibt was zu peilen. mit funken und fransen. mit zeter und mordio. feuer und flamme, mein rad dreht sich und mir wird bange. schöne zeiten als du der wind warst auf dem ich geritten kam. keine einsicht mit aussicht. die weitsicht im dickicht. der stramme soldat aus einem guss. die holde frau schenkt mir einen kuss. der unhold geht schon wieder ins puff. die sage sagt es sei zum verzweifeln mit den dreien. immerzu würden sie sich entzweien. wir stellen fest und dergleichen. wie aus einem guss, dieser berg leichen. sagt mir was du von mir hältst und ich werde die scheidung einreichen. sag mir was du denkst und ich sorge dafür, dass dich sogar unsere katze wird meiden. ich beiss mich fest im rad der zeit, deiner zeit. ein gehen und kommen.
diese kinder sind hier. dieselben wie letztesmal. ja, sie haben alles vergessen in der zwischenzeit. ja wir können ihnen den selben brei nochmals servieren. sie werden aufessen. das wetter wird gut werden. sag dem gärtner bescheid, den rosen die dornen abzuschneiden. sag du’s ihm doch. ich habe jetzt besseres zu tun und ausserdem ist dies nicht meine aufgabe. wie sollen die kinder denn überhaupt was lernen ohne dornen? stimmt, mir haben die dornen das meiste beigebracht.
führe uns nicht in diesem modrigen tal in verseuchung. der himmel hat schon lange keinen blick mehr auf den nebligen sumpf geworfen. gelbe gasblasen leuchten gross und rund wie augäpfel aus den schwaden des andachtslos ruhenden giftmüllpanoramas. brennende plastikbüffel jagen einkaufstüten im wind. schlauchboten verkünden das preisreduzierte, letzte wort. qualitätseinbussen sind verfärbungen im ersten stadium. die prophezeiung ist weit übers ablaufsdatum mit vorsicht zu geniessen. es dauert halt solangs dauert. jetzt bin ich beleidigt. wir fahren nicht zu grosi wenn du nicht sofort aussteigst. raus!

nach mehrstündiger fahrt kleben wir noch immer am boden fest. die luft ist schwanger von reizenden keimen. echt ätzend wie geil das hier ist. lass uns die kinder verkaufen und hier bleiben. ich bin in bestechender form. meine figur ist umwerfend. geh in den keller und heul dich aus. soll ich dir was mitbringen? ich nehme den gleichen brei. graue rotze. das wohlfühl-aroma. strahlend frisch. erleb den sahnigen gestank. die zielgruppe heult sich aus. wir müssen diese marke in deine haut rammen. sitzt dir wie angegossen. du liebes tüchtiges bisschen mit deinen grossen augenbällen, wie sie leuchten am firmament. wir klammern uns an deine augenlider und reiten dein gehirn bis zur detonation. mit liebe. liebe plus extra. plus mehr. du bist mehr. nichts als. sei der boss! sei das pferd! sei etwas! herrgott. sei. sei die blaue sirene, sei das gelbe im ei, sei der salat im hamburger, sei einfach du selbst. mehr. mehr ist dir nicht gut genug. mehr als mehr gibts nicht. weniger ist zum lachen. mehr zum heulen.

wohin mit der dekoration? ich stell sie auf die hauptsache. das passt so schön. die körperpflege kommt zu kurz. die euphorie weidet in unserem vorgarten. der hooligan macht schlagsahne. die trümmer des letzten abends liegen wie schokoladenstücke auf dem gehweg. wenn ich mal gross bin möchte ich genauso sein wie jetzt. mir hängts zum hals raus und es beginnt erst morgen. morgen ist der tag der abrechnung. der buchhalter weiss bescheid. der schneider zieht weisse fäden durch seine venen. rot kommen sie heraus und er schnalzt sie zusammengekordelt zur peitsche über die bleiche haut von mutter erde. die streifen beginnen zu leuchten und ein wunderschönes netz zu bilden, das den ganzen erdball überziehend, sich ausweitet und gleichmässig in die atmosphäre aufsteigt.

das wunder von dem ein teil auch ich bin steht nun im halbpreisregal. ist es nun günstiger oder weniger wert? die schöne frau schenkt mir einen hut. ich werfe ihn hoch und schaue ihm nach. wenn ich meinen kopf so in den nacken lege, denke ich an dich. auch wenn mir ein strick um den hals gelegt und ich zum galgen hochschauen würde, müsste ich an dich denken. ich stelle mir die welt von unten vor. ich glaube ich würde religiös werden, hätte ich den kopf immer im nacken. es denkt sich einfach anders dann. ich kann mir kein grösseres geistiges joch vorstellen als immer den kopf im nacken zu haben. egal was ich dann wahrnehme, sogar die glocken einer kirche wirken dann fromm auf mich. woran das liegt spielt meiner meinung nach keine grosse rolle. ich bin an der wirkung interessiert, nicht warum sie entsteht. es sei denn, zu wissen warum, steigere die wirkung. die kinder sind noch nicht zurück. sie kommen auch nicht zurück. am firmament leuchten sie. stellen wir uns eine welt vor in der schall unglaublich langsam ist aber viel weiter kommt ohne lautstärkenverlust. so dass wenn wir nun zwei meter entfernt stünden, ein wort zum anderen zwei stunden dauern würde um anzukommen, jedoch auch gut verständlich bleibt für zwei kilometer. wie die hektik darunter leiden würde. wie doch auch ständig phantomlaute unser gehör erreichen würden von dingen die sich schon lange vorgetragen haben bevor wir an ort und stelle sind. man könnte ein konzert noch tage danach auf eine gewisse entfernung hören. wenn etwas dringend ist muss man seinen mund ans ohr des zuhörers legen und selbst dann dauert es ein paar sekunden. die versprechen in der rede eines politikers würden erst bei den zuhörern ankommen, wenn sie schon gebrochen sind. das liebesgeständnis und entschuldigungen würden ungehört weiter gemächlich durch raum und zeit gleiten, weil die betreffenden personen bereits das feld, aus impulsiver affektiertheit, geräumt haben. wir würden alle gebärdensprache lernen und es wär generell viel ruhiger. wonach hast du im keller gesucht? mit diesem treibstoff kommen bis zu den grünen nebelschwaden am horizon. lass uns aufbrechen. wir haben keine zeit zu verlieren, wir können nur gewinnen. nimm den hund mit.



zwischen dem licht

 

freies atom, reitest einsam dem sonnenuntergang entgegen auf der letzten reklametafel. ja, zu dieser seuche bekommen sie das gegengift nachgeliefert. wir können ihnen leider nicht sagen wann, aber darin liegt ja auch der reiz unseres produkts. wir gehen davon aus, dass uns dies bald nichts mehr angehen wird. möglicherweise. wir brauchen ihre unterschrift nicht, wir gehen davon aus, dass sie keine wahl haben. siehst du, der echte morgen kommt. mein freund, zeit für einen kaffee. teile den kindern mit, wo die verlassene hütte am strand steht. nun schau nicht so aus der wäsche. die werden schon nichts kaputt machen und ausserdem beginnt der regen in siebzehn minuten. du machst das ja nicht zum spass. es wird dir niemand danke sagen dafür, dass du ihnen beibringst danke zu sagen. wir zählen runter auf null und spielen verstecken, warten darauf gefunden zu werden und merken, dass niemand nach uns sucht. verschaukeln kann ich mich auch selbst, einmal ganz rundherum im leben. im richtigen moment abspringen und nie mehr landen. ich lieb das girl das täglich mich spazieren führt, wir beide sind so mollig, rund und wohlgenährt. wir singen, denn zum küssen fehlt uns meistens die zeit.

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